Unser Spektrum
Uhrentransport • Uhrenreparatur • Uhrenrestauration
Antike Großuhren, antike Kleinuhren oder auch die antiken Spieluhren sind Kunst und Kulturgüter, die eine besondere Wartung benötigen.
Ihr Familienstück, das vielleicht nicht antik, aber einen großen Erinnerungswert hat, kann durch verschiedene Reparaturmöglichkeiten in ihrem Sinne erhalten werden.
Es gibt für mechanische Groß- und Kleinuhren eine ganze Palette von Reparaturvarianten.
Bei der Uhrenreparatur von antiken Uhren wird Wert auf die Möglichkeit der Restaurierung und die Wiederherstellung des historischen Bestandes gelegt. Dies kann nach Sichtung des Uhrwerkes mit Ihnen besprochen werden.
Bei der Uhrenreparatur werden, nach der kompletten Demontage, die einzelnen Uhrenteile auf Verschleiß überprüft. Die meisten mechanischen Laufwerke von antiken Großuhren oder mechanische Kleinuhren sind schon über Generationen in Betrieb und haben bereits viele Uhrmacherwerkstätten durchlaufen.
Die Erfahrung von vier Generationen Uhrmachern gehen bei der
Beurteilung der Uhrenteile und bei der Gestaltung von Möglichkeiten
der Uhrenreparatur im Besonderen ein.
So werden die individuellen antiken Erbstücke auch individuell behandelt.
Transport von Großuhren.
Bei dem Transport von Großuhren oder Spieluhren muss größter Wert auf die Sicherung der empfindlicher Uhrenbauteile oder Spieluhrwerkteilen gelegt werden. Außerdem muss bei der Verpackung der Großuhrgehäuse auf die antiken Verzierungen der einzelnen Zeitepochen geachtet werden.
Hierzu möchte ich einige Hinweise und Empfehlung für den Transport von antiken Großuhren geben. Generell sollte das Uhrenpendel ausgehängt werden.
Bei Französischen Pendulen mit Fadenaufhängung, Französischen Pendulen mit Federpendelaufhängung oder Uhren mit Brocott-Hemmung ist es besonders wichtig, dass das Pendel vor dem Transport ausgehängt wird.
Dazu muss vorher die Silberglocke abmontiert werden, um das Pendel auszuhängen. Die Glocke ist meistens mit einer Mutter gesichert. Dies ist besonders wichtig, damit die feine Verzahnung des Ankerrades durch Zurückschwingen des Hakens, der den Ablauf des Räderwerkes steuert, nicht verbogen wird. Gerade die französischen Pendulen haben ein sehr fein gearbeitetes Ankerrad und sind deshalb vor dem Transport in die Uhrmacherwerkstatt sorgfältig zu sichern. Genauso muss dies auch bei Neuenburger Pendulen oder anderen Konsolenuhren gemacht werden.
Englische Bodenstanduhren oder holländische Bodenstanduhren mit Spielwerk oder aber auch Comptoiseuhren werden nicht komplett transportiert, sondern vor Ort teilweise demontiert. Dabei kann das lange Pendel ausgebaut und getrennt vom Großuhrwerk extra transportiert werden.
Um an das Werk von Bodenstanduhren zu kommen, muss der Gehäusekopf der Standuhr abgenommen werden. Jede Epoche und Werkstatt hatte damals eine eigene Variante, um diesen Kopf zu befestigen. Diese Arbeit stellt sich für den Uhrenlaien schwierig da und es ist sinnvoll, dass diese Demontage von einem Uhrmachermeister/in übernommen wird. So kann man direkt vor Ort eine fachliche Begutachtung des Reparaturaufwandes und der Möglichkeit der Uhrenreparatur und Uhrenrestauration vornehmen.
Eine englische Bracket Clock hat bereits auf der Gehäuserückseite einen Haken zur Sicherung des Pendels und kann so gut transpotiert werden.
Ähnlich ist dies auch bei Sägezahnuhren oder den so genannten Zapplern oder Telleruhren. Bei diesen Uhren ist auf der Vorderseite eine Sicherung, die das Pendel festhakt.
Bei Wiener Pendulen dagegen ist es für den Laien schwierig das Pendel auszuhängen oder herauszunehmen. Die Wiener Pendule sollte dann mit Uhrenpendel möglichst auf dem Rücken liegend und zur Seite gesichert werden.
Cartelluhren sind in den meisten Fällen sehr schwer und unhandlich, deshalb sollten diese Cartelluhren genauso wie die Wiener Pendulen vom Uhrenmachermeister/in abholt werden.
Bei neueren Regulatoren lässt sich das Pendel recht einfach aushängen, so dass dadurch die empfindliche Pendelfeder beim Transport nicht brechen kann.
Bei dem Transport von antiken Spieluhren ist unbedingt darauf zu achten, dass die Musikwalze gesichert ist und nicht durch Erschütterungen die Walzennasen oder die Klangstäbe der Musikuhren abbrechen können.
Hinweis für den Transport verzierter Uhrengehäuse :
Die französischen Pendulen zum Beispiel im Stil Louis XIV, Louis XVI haben sehr aufwendig verzierte Gehäuseformen. Die feuervergoldeten Bronzefiguren sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden, da Fingerabdrücke oft die dünne Oberfläche angreifen können. Die filigranen Verzierungen können, da sie gegossen sind, leicht brechen und sollten sorgfältig gepolstert werde. Marmoruhren müssen von unten angefasst werden, da sie aus Einzelteilen zusammen gefügt sind. So kann es nicht passieren, dass das Gehäuse beim Tragen auseinander bricht. Portaluhren müssen beim Tragen ebenfalls von unten gestützt werden, da der Kopf das Werk und den schweren Fuß nicht halten kann.
Bei Uhren mit Kompensationspendel, das Quecksilber enthält, sollte das Pendel unbedingt aufrecht transportiert werden, damit das Quecksilber nicht auslaufen kann.
Uhrenreparatur.
Großuhren laufen entweder mit großer Gewichtskraft oder großer Federkraft über lange Zeit mit hohem Lagerdruck. Die Lager sind in den meisten Fällen aus Messing und weisen starke Abnutzungserscheinungen auf. Das Öl in den Lagern, zusammen mit Staub und Metallabrieb, ergeben eine Schmiergellpaste, die für die Uhr schädlich sind.
Bei der Überholung einer Uhr wird eine komplette Demontage des Uhrwerkes vorgenommen. Dies wird bei Großuhren und Kleinuhren gemacht. Alle Teile werden einzeln überprüft und nachgearbeitet. Der häufigste Grund neben dem Verschmutzen der Uhrwerkteile ist, dass die Radzapfen eingelaufen sind, so dass diese nachgearbeitet werden müssen. Dabei werden die Zapfen je nach Verschleiß nachgedreht, nachgeschliffen und im Abschluss poliert. Der kleinere Durchmesser der Zapfen erfordert dann auch neue Lagerungen, die entsprechend der Werkgüte eingepasst werden.
Damit sind die Zahnradeingriffe auch wieder gewährleistet. Zu den Reparaturen an antiken Großuhren kommen oftmals auch Anfertigungen von Uhrenteilen, die im Sinne der Uhrenrestauration durchgeführt werden.
Die Erfahrungen, die in den Uhrmachergenerationen unserer Familie weitergegeben wurden, können bei diesen Arbeiten besonders eingebracht werden.
Uhrenrestauration.
Antike Uhren sind Kunst- und Kulturgüter, die eine besondere Wartung benötigen.
Bei der Reparatur von antiken Uhren wird großer Wert auf die Möglichkeit der Restaurierung und Wiederherstellung des historischen Bestandes gelegt.
Auf Wunsch des Kunden kann dabei eine gesonderte Kalkulation vorgenommen werden. Insbesondere bei der Uhrenrestauration sind mehrere unterschiedliche Handwerksberufe und Handwerksbereich mit einzubeziehen. So z.B. der Möbelrestaurator, Kunstschmied, Spezialist für Feuervergoldung, Emaillearbeiten an Zifferblättern oder Holzmalereien.
Soll eine antike Uhr nach den Grundsätzen des Restaurators erhalten werden, so werden selbstverständlich die o.g. Spezialisten mit zu Rate gezogen und da gesamte Uhrwerk und Gehäuse in einer Teamarbeit von Restauratoren bewertet.
Mitglied des Prüfungsausschusses der Uhrenrestauratoren der HWK-Rhein-Main.
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